Suchtberatung für Menschen mit geistiger Behinderung
Suchtbehandlung für „normale“ Menschen ist in ein Angebot der Berliner Suchtberatungstellen, welches sowohl die Vorbereitung und Motivationsarbeit als auch die Nachsorge zu einer ambulanten Suchtrehabilitation bereitstellt, eingebettet.Unsere mehrjährigen Erfahrungen in der ambulanten Suchtrehabilitation (Suchttherapie) mit geistig behinderten Menschen und Suchtproblematik zeigen, dass diese Menschen in den Suchtberatungsstellen nicht ankommen. Deshalb stellt die Heilpädagogische Ambulanz für geistig behinderte Menschen mit Suchtproblematik ein Angebot für Motivationsarbeit und Nachsorge außerhalb der Suchtberatungsstellen bereit.
Mit Beginn diesen Jahres bietet die Heilpädagogische Ambulanz eine Motivationsgruppe und Nachsorgegruppe, welche die ambulante Suchtrehabilitation umrahmen, an.
Die Motivationsgruppe (Dauer: ca. 1 Jahr) ist der ambulanten Suchtrehabilitation vorgeschaltet: Wir bieten:
- Motivation zur Abstinenz
- Beratung zum Thema Alkohol, Drogen und Sucht
- Einblicke und Informationen zur Suchttherapie
- Gespräche in einer Gruppe von Menschen, die auch Probleme mit Alkohol und anderen Drogen haben
- Familien - und Bezugspersonengespräche, die außerhalb der Gruppe stattfinden
- Stabilisierung der Abstinenz
- Gespräche in einer Gruppe von Menschen, die die ambulante Suchtrehabilitaion durchlaufen haben und an der Stabililisierung ihre Abstinenz arbeiten
- Unterstützung bei der Überleitung in ein abstinentes Leben ohne Gruppe
- Familien - und Bezugspersonengespräche, die außerhalb der Gruppe stattfinden
Die Motivationsarbeit und Nachsorge findet in therapeutisch begleiteten Kleingruppen statt: max. : 10 Patienten Die Finanzierung der Motivations - und Nachsorgegruppe erfolgt über SGB XII §§ 53 und 54 sowie des SGB IX § 55. Ab 2013 bietet die Heilpädagogische Ambulanz innerhalb der ambulanten Suchtrehabilitation eine neue Gruppe an, die insbesondere die Patienten der Motivationsgruppe aufnimmt.